Photovoltaik am Dach macht sich bezahlt

Veröffentlichungsdatum09.02.2021Lesedauer2 Minuten
PV anlage

Das Land Salzburg hat mit Jahresbeginn die Förderung für Photovoltaik bei privaten Wohngebäuden erweitert. Anstelle von 3 kWp werden nun bis zu 5 kWp mit einem Pauschalsatz von 600 Euro pro kWp gefördert. Eine PV-Anlage kann sich bei günstigen Konditionen für Haushalte rasch rechnen. Die Wirtschaftlichkeit ist auch dann gegeben, wenn man nicht alles selbst verbraucht und Überschüsse eingespeist werden.

Als Richtwert für die empfohlene Anlagengröße, gemessen in kWp Maximalleistung, kann der jährliche Stromverbrauch in kWh durch 1.000 geteilt werden. Bei einem Haushalt mit 5.000 kWh Verbrauch pro Jahr ergibt das eine PV-Anlage mit ca. 5 kWp. 

Vor wenigen Jahren noch war es ratsam, Photovoltaikanlagen mit eher geringerer Leistung zu errichten, damit der teuer erzeugte Strom möglichst selbst verbraucht wurde. Heute kann Solarstrom kostengünstiger erzeugt werden, aufgrund der guten Förderung und der sinkenden Modulpreise. Es ist für den Einzelnen mittlerweile wirtschaftlicher, etwas größere Anlagen zu errichten und temporäre Überschüsse ins Netz einzuspeisen. Nicht selbstverbrauchter Ökostrom aus Photovoltaik muss in Österreich von Netzbetreibern zumindest zum aktuellen Marktpreis abgenommen werden. Der Preis wird von einer neutralen Bundesstelle (e-control) festgelegt. Aktuell sind es 5 cent pro kWh für eingespeisten Strom, die Tendenz geht deutlich nach oben. Dieser Abnahmetarif deckt in etwa die anteiligen Investitionskosten der Photovoltaik über die Nutzungsdauer ab. 

Die Wirtschaftlichkeit einer kleinen PV-Anlage am Hausdach wird nicht verbessert, wenn man auf zusätzliche, nicht unbedingt erforderliche Stromverbraucher im Haushalt setzt. Über das Gesamtjahr gerechnet ist dabei die Kostenbilanz klar negativ, denn in Zeiten schwacher PV-Leistung muss dann Netzstrom mit allen Abgaben eingekauft werden. Auch Batteriespeicher können nicht wirklich abhelfen, da sie zu wenig leistungsstark und teuer in der Anschaffung sind. Elektro-Fahrzeuge, die häufig mit PV-Strom geladen werden, bringen einen positiven Effekt: Elektromotoren sparen 70 Prozent jener Energie ein, die ansonsten aus Diesel oder Benzin stammt. „Betanken mit Ökostrom“ entlastet mit Sicherheit das Haushaltsbudget – und die Umwelt.

Die guten Förderbedingungen des Landes machen Photovoltaik-Kleinanlagen wirtschaftlich äußerst attraktiv. PV-Anlagen mit bis zu 5 kWp werden - ohne weiteren Nachweis des Eigenverbrauchs - mit EUR 600,- pro kWp unterstützt. Achtung: Der Förderantrag ist vor Bestellung der Anlage einzureichen. Beschränkt ist die Förderung mit max. 30 % der Brutto–Investitionskosten. Eine Kombination der Landesförderung mit einer Photovoltaik-Bundesförderung (Klima- und Energiefonds, OeMAG) ist nicht zulässig. Die Ergänzung durch eine Gemeindeförderung ist möglich: Die Gemeinde Strobl fördert die Errichtung einer PV-Anlage zusätzlich mit 200,-- EUR (unter Vorlage des Einspeisevertrages).

Anlagen über 5 kWp auf Wohngebäuden oder in der Landwirtschaft erhalten vom Land einen Fördersatz von EUR 600,- pro kWp nur bei nachgewiesenem hohen Eigenverbrauch. Ist die Photovoltaik-Anlage auf einem geförderten Wohnungsneubau geplant oder im Zuge einer Sanierung, dann ist die Photovoltaik-Anlage nur über die Wohnbauförderung einzureichen. PV-Anlagen bei Betrieben werden wie bisher durch die betriebliche Förderung des Landes unterstützt. Für größere Anlagen auf Mehrparteienhäusern, öffentlichen Bauten oder Vereinsgebäuden gibt es ein eigenes Förderprogramm.


Förderrichtlinie des Landes Salzburg für Wohngebäude und Landwirtschaft: 

https://www.salzburg.gv.at/themen/energie/energie_foerderung/foerderung-photovoltaik/photovoltaik-privat

Einreichung zur Förderung des Landes:

https://www.energieaktiv.at/